Karneval in Salvador/Bahia

 

Eindrücke von einer 4-wöchigen Reise im Feb./März 2006

 

Station 1

Salvador
bei der Abfahrt in Würzburg
rechts: Amadeus

Schade, wir haben vom Karneval in Salvador keine Bilder mitgebracht: Wir wurden von vielen Personen gewarnt ja keine Uhren, keinen Schmuck, am besten kein Geld mitzunehmen, eben auch keine Kamera. Das Risiko bestohlen zu werden sei wegen der Kriminalität zu hoch.
Also gingen wir ohne Kamera hin und können hier nun leider keine Fotos präsentieren.
Aber eines können wir sagen: die im Internet zu gezeigten farbenprächtigen Fotos entsprechen nicht dem Karneval in Salvador. Er ist quasi ein noch größere Berliner Love Parade und Kostümierung ist wie in Berlin die große Ausnahme - etwa im Unterschied zu Rio.
Wer mal dort ist, sollte sich unter die ca. 2 Millionen Menschen mischen und mit ihnen zu den vorbeiziehenden Musikwagen singen und tanzen - das ist kostenlos -, und man kommt wirklich in Fahrt. Nun kann man sich wirklich von den wogenden Massen mitreissen lassen und Karneval in Salvador zelebrieren! Kaum jemand kann sich den begeisterten Menschen entziehen, die sich tanzend und singend in der Straße bewegen. In dieser Situation verliert man ein gehöriges Stück seiner Individualität und wird mehr geschoben als dass man seinen Weg selbst steuern könnte. - Die martialisch auftretende Militärpolizei, die spätestens alle 50m in 5-er-Gruppen unübersehbar patroulliert, gibt gleichzeitig ein Gefühl der Sicherheit, aber auch der Bedrohung, die doch ein unbefangenes Mitmachen ein wenig erschwert.
Man kann sich aber auch in eine Camarote einkaufen. Das sind Tribünen, die neben der Straße stehen, hier spielen eigene Bands, es gibt viel Platz zum Tanzen und man kommt nur nach intensiven Kontrollen in sie hinein. Der Blick runter von der Tribüne auf die Straße ist leider meistens völlig verstellt.
Rechts unser Trikot, das alle Personen zum Eintritt in unsere Camarote kaufen mussten und das den Träger dieses Hemdes als Mitglied dieser speziellen Tribüne ausweist.

Hier sind wir während unserer Tage in Salvador untergekommen. Die deutschsprachige Leitung war uns sehr hilfreich bei der Orientierung und Organisation unserer Tagesfahrten in und um Salvador, kurz: auch deshalb sehr empfehlenswert.